Trauer um den, am 13.05.2022, verstorbenen Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan.

Scheich Khalifa bin Zayed Al Nayhan, Präsident der VAE von 2004 – 2022

Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan, der zweite Präsident der VAE und 16. Herrscher von Abu Dhabi, ist am Freitag dem 13. Mai 2022 im Alter von 73 Jahren verstorben. Er stand fast 18 Jahre lang an der Spitze seines Landes – eine Zeit der wirtschaftlichen Entwicklung, großer Investitionen in die Infrastruktur und des Bevölkerungsbooms im Land.

Scheich Khalifa, der mit vollem Namen Khalifa bin Zayed bin Sultan bin Zayed bin Khalifa bin Shakhbout bin Theyab bin Issa bin Nahyan bin Falah bin Yas heißt, hinterlässt seine Frau Sheikha Shamsa bint Suhail Al Mazrouei. Er hat acht Kinder und ist Großvater von mehreren Enkelkindern.

Obwohl er erst in seinem 57. Lebensjahr in das höchste Amt berufen wurde, übernahm Scheich Khalifa schon früh Verantwortung.

Seine große Führungspersönlichkeit zeichnete sich durch Weitsicht aus. Vor allem in der Fähigkeit, die oft sehr subtilen, aber wichtigen Veränderungen der Bedürfnisse und Erwartungen der Bewohner des Landes vorauszusehen. Dabei hatte er nie eine der Lektionen vergessen, die er an der Seite seines Vaters gelernt hatte: zuzuhören. Getreu dem Beispiel seines Vaters wurde Präsident Scheich Khalifa schnell dafür bekannt – und beliebt -, dass er regelmäßig die Regionen und andere Emirate besuchte, sich Wünsche und Beschwerden anhörte und rasch darauf reagierte.

Er hatte auch das Glück, von der Weisheit seines Großvaters mütterlicherseits, Scheich Mohammed bin Khalifa, dem ranghöchsten Mitglied der Al Nahyan-Familie, zu profitieren, In dessen Majlis lernte er als junger Mann viel über Führungsqualitäten. Er litt sehr unter dem Verlust seines Großvaters im Jahr 1979.

Während seiner Amtszeit leitete Scheich Khalifa eine umfassende Umstrukturierung der föderalen Regierung des Landes ein. Darüber hinaus setzte sich Scheich Khalifa für Veränderungen in der Regierung von Abu Dhabi ein, darunter der Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen und der Öffnung der Wirtschaft zur Förderung von Investitionen und öffentlich-privaten Partnerschaften, wie auf einer Website der Regierung der VAE zu lesen ist. Scheich Khalifa setzte sich auch für den Aufbau von Beziehungen zu anderen Ländern durch Auslandshilfen ein.  

1948 geboren, wuchs er in Al-Ain auf. Er besuchte die erste Schule in Al Ain, die von seinem Vater gegründet worden war.

1966, im Alter von 18 Jahren, wurde er der offizielle Vertreter seines Vaters in der Region, als dieser Emir von Abu Dhabi wurde und in die Hauptstadt übersiedelte. 

1969 wurde Scheich Khalifa, der seine Ausbildung am  Royal Military College Sandhurst erhielt, zum Kronprinzen ernannt und übernahm den Vorsitz des Verteidigungsministeriums von Abu Dhabi. In dieser Funktion leitete er den Aufbau der Abu Dhabi Defence Force, des Vorläufers des modernen Militärs der VAE.

Während sein Vater auf die Einheit der Nation hinarbeitete, die am 2. Dezember 1971 zustande kam, wurde Scheich Khalifa zum Premierminister von Abu Dhabi ernannt. Nach der Gründung der VAE übernahm Scheich Khalifa mehrere Ämter in Abu Dhabi, darunter das des Premierministers, des Kabinettschefs von Abu Dhabi, des Verteidigungsministers und des Finanzministers.

1974 folgte der Vorsitz im Exekutivrat von Abu Dhabi und am Ende desselben Jahres übernahm er seine erste landesweite Aufgabe als stellvertretender Premierminister im zweiten Bundeskabinett.

1976, nach dem Beschluss des Obersten Bundesrates, eine einheitliche Streitmacht für die VAE zu schaffen, wurde er  zum stellvertretenden Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannt und war für die Ausbildung und die Einführung moderner Ausrüstung zuständig.

Die vielleicht wichtigsten Aufgaben von Scheich Khalifa waren seine Vorsitze im 1988 gegründeten Obersten Erdölrat von Abu Dhabi und in der Abu Dhabi Investment Authority, an deren Gründung er 1976 maßgeblich beteiligt war.

1977 wurde Adia als unabhängige Organisation von der Regierung getrennt und entwickelte sich schnell zum größten Staatsfonds der Welt. Die Aufgabe war einfach, wenn auch von entscheidender Bedeutung: Im Namen der Regierung des Emirats Abu Dhabi Gelder zu investieren, um die notwendigen finanziellen Mittel zur Sicherung und Aufrechterhaltung des zukünftigen Wohlstands des Emirats bereitzustellen. Scheich Khalifa anerkannte die Bedeutung der Arbeit von Adia. “Die Zukunft des Landes”, sagte er einmal, “hängt von seiner Fähigkeit ab, seinen Reichtum im Interesse künftiger Generationen zu verwalten” – und er würde bis an sein Lebensende dessen Vorsitzender bleiben. (The National, Updated: May 13, 2022, 19:27)

In den 1980er Jahren wurde Scheich Khalifa auch Leiter des Obersten Erdölrats. Außerdem war er Vorsitzender der Environmental Research and Wildlife Development Agency. 

Sein traurigster Moment, der von der ganzen Nation geteilt wurde, war jedoch der Tod seines Vaters, im 86ten Lebensjahr, am 2. November 2004.

Einen Tag nach dem Tod des Gründungsvaters Scheich Zayed wählte der Oberste Bundesrat einstimmig Scheich Khalifa zum Nachfolger seines Vaters. Einen Monat später, an seinem ersten Nationalfeiertag als Präsident, sprach er in einer bewegenden Rede über das “tiefe Gefühl der Trauer und des Schmerzes, das unsere Herzen über den Tod unseres Vaters und Gründers unserer Nation, erfüllt hat”. Scheich Zayed habe “einen Traum gehegt und sein Leben der Verwirklichung dieses Traums gewidmet, indem er den Ölreichtum nutzte, um einen modernen Staat aufzubauen, in dem sowohl die Emiratis als auch die Einwohner aus dem Ausland ein gutes Leben führen können. “Sein tiefes Engagement für das Wohlergehen seines Volkes ermöglichte es ihm, die Hürden zu überwinden, die sich ihm in den Weg stellten, und schließlich das Land dorthin zu bringen, wo es heute steht. Scheich Zayed sei zwar gestorben, “aber sein Geist und sein beeindruckendes Vermächtnis sind unsterblich”. (The National, Updated: May 13, 2022)

Ein Maßstab für dem Fortschritt, so Scheich Khalifa, sei das ‚Wirtschaftswunder‘ der VAE, das dazu geführt habe, dass im Jahre 1972 das Bruttoinlandsprodukt von 6,5 Mrd. VAE-Dirham auf mehr als 293,12 Mrd. VAE-Dirham im Jahr 2003 gestiegen war – eine phänomenale Wachstumsrate von etwa 13 Prozent pro Jahr seit der Gründung der VAE.

Scheich Khalifa wandte sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben zu. Seiner Meinung nach, “war die Ausbildung aller fähigen Emiratis, damit sie sich produktiven Unternehmungen widmen konnten, das Hauptziel des Landes, dem wir unsere ganze Aufmerksamkeit widmen und auf das wir all unsere Anstrengungen konzentrieren sollten”. Die Regierung war entschlossen, “die Frauen in die Lage zu versetzen, ihre Rolle im Dienste der Gesellschaft zu spielen … Seite an Seite mit ihren männlichen Mitbürgern in jedem Bereich der nationalen Aufgaben, innerhalb des Rahmens, der unsere islamische Identität und arabische Tradition und Kultur schützt”. Diese letzte Bemerkung bringt das Credo auf den Punkt, das Scheich Khalifa für seine Nation anstrebte: Fortschritt, aber ohne Kompromisse bei den Grundüberzeugungen und dem Selbstverständnis der Nation. (The National, Updated: May 13, 2022)

2006 brachte die Ernennung eines neuen Kabinetts mit dem Vizepräsidenten und Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, als Premierminister laut einer Website der VAE-Regierung wichtige Änderungen in der Regierungsstruktur mit sich. Dazu gehörten neue Ministerien, die sich der Straffung und Modernisierung der Regierung widmeten, ein neuer Schwerpunkt auf der Entwicklung der Gemeinden und ein wichtiger Schritt zur Reform des politischen Prozesses durch die Einführung indirekter Wahlen für die Hälfte der Mitglieder des Föderalen Nationalrats, so die Website.

2009 wurde er für eine zweite fünfjährige Amtszeit gewählt.

2010 wurde bei der Eröffnung des Burj Dubai bekanntgegeben, dass das höchste Gebäude der Welt nach ihm in ‘Burj Khalifa’ umbenannt wird.

2018 berichtete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dass die die VAE Nothilfe bei Naturkatastrophen leitet und zum weltweit größten Geldgeber für humanitärer Hilfe im Verhältnis zum Nationaleinkommen geworden war.

2019 wurde von Scheich Khalifa als ‘Jahr der Toleranz’ benannt. Papst Franziskus besuchte Abu Dhabi und unterschrieb gemeinsam mit dem Grossimam Al Tayyeb “Das Dokument der Geschwisterlichkeit”, die «Erklärung von Abu Dhabi», welches als Meilenstein in den katholisch-islamischen Beziehungen gilt.

2020 wurde das bahnbrechende emiratisch-israelische Friedensabkommen, das Abraham-Abkommen, unterzeichnet.

Der Kronprinz von Abu Dhabi, Scheich Mohamed bin Zayed, trauerte in einem Beitrag auf Twitter: “We belong to God and to Him we shall return. The Emirates lost its righteous son, the leader of the “empowerment stage” and the trustee of its blessed journey. His stances, achievements, wisdom, giving, and initiatives are visible in every corner of the country.” “Khalifa bin Zayed, my brother, my mentor, and my teacher, may God have mercy on you with his vast mercy and enter you into his good pleasure and paradise.” (Arabian Business, 14.05.22)

Der Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, twitterte: “Oh God, we witness that Sheikh Khalifa bin Zayed has fulfilled his trust, and served his flock, and loved his people. Oh God, his people have been satisfied with him, so be pleased with him, and cover him with your mercy, and put him in your vast gardens, and inspire us and inspire his people, his family and his loved ones with patience and solace. We belong to God and to Him we shall return.” (The National, Updated: May 13, 2022)

Für den Schweizer Bischof Paul Hinder OFM Cap. in Abu Dhabi, apostolischer Vikar von Südarabien und Administrator von Nordarabien, war Scheich Khalifa eine grosse Führungspersönlichkeit: “Er hatte eine Vision für moderne, wohlhabende und friedliche Vereinigte Arabische Emirate. Der verstorbene Scheich war eine ausserordentlich weise und geachtete Führungspersönlichkeit, die das Erbe von Scheich Zayed weiterführte und dem Land half, sich zu einer wunderschönen modernen Nation zu entwickeln.” (Katholisches Medienzentrum, 14.05.2022)

Das Ministerium für Präsidialangelegenheiten hat angekündigt, dass ab Samstag 14.05. eine 40-tägige offizielle Trauerzeit beginnt und die Flaggen auf Halbmast wehen werden. Die VAE haben alle Arbeiten im öffentlichen und privaten Sektor für drei Tage – von Samstag, 14. Mai, bis einschließlich Montag, 16. Mai – ausgesetzt, um den Tod des Präsidenten zu betrauern. Die Schulen bleiben am Montag, dem 16. Mai, geschlossen.

Die Verfassung der VAE sieht vor, dass der Oberste Rat einen Monat Zeit hat, um zusammenzutreten und den Nachfolger für das Amt des Präsidenten zu wählen. Der neue Präsident, dessen Amtszeit fünf Jahre beträgt, wird aus dem Kreis der Mitglieder des Obersten Bundesrates ausgewählt. Während dieser Zeit wird Scheich Mohammed bin Rashid alle Befugnisse des Präsidenten übernehmen.

Es wird vermutet, dass der Nachfolger von Scheich Khalifa als Herrscher von Abu Dhabi innerhalb von 24 Stunden bekannt gegeben wird.

(Arabian News, The National, Webite des Ministeriums UAE, Katholisches Medienzentrum, 14.05.2022, Picture: A Rare Look Into The Life Of UAE President Sheikh Khalifa Bin Zayed – Arabian Business, 13.05.22)

Im Bestseller Regal!

Ich bin im siebten Himmel – mein Buch “Highheels auf goldenem Sand” steht im Bestseller Regal!

Vielen Dank liebe Leserinnen und Leser!!!!!

Ein kleiner Tipp: Wenn Ihr das Buch als Weihnachtsgeschenk für Eure Lieben und Freunde haben möchtet, dann findet Ihr vorläufig noch genügend vorrätige Exemplare in der Wagnerschen Buchhandlung oder der Tyrolia Buchhandlung (beide haben Onlineshops) in Innsbruck. Die Nachfrage ist groß, daher bitte rasch zugreifen.

Wagnerische Buchhandlung in Innsbruck

Die virtuelle Lesestunde via Zoom

Die nächste gemütliche und unterhaltsame Lesestunde findet am Sonntag 12.12.2021 um 10h statt.

Hier sind Eure Zugangsdaten:

https://zoom.us/j/98349160825?pwd=STJOUHhvNVR2MUNObXMvN05VbStoZz09

Meeting-ID: 983 4916 0825
Kenncode: 8WYHiV

Richtet Euch ein Tässchen Tee oder Kaffe mit ein paar Weihnachtskeksen oder Lebkuchen und laßt uns zusammen eine schöne Zeit genießen.

ICH FREUE MICH AUF EUCH!!!!!!!!

Advent season! But what exactly do Christians celebrate?

The word “Advent” comes from the Latin word “adventus” and means “arrival”. Christians wait in Advent for the arrival of the Son of God.

In the Christian churches this is the time of preparation and expectation for the birth of Christ on 24 December. The Advent season begins on the 4th Sunday before Christmas and the 1st Sunday of Advent is also the beginning of the new church year. The old church year ends with the Sunday before the day of the dead or eternity. The simple rule of thumb is: The first Advent is always on the first Sunday after 26 November.

It is assumed that Advent dates back to the 5th century. In the Roman church there was initially a varying number of 4 to 6 Advent Sundays, until Pope Gregory (590 – 604) established four Advent Sundays as uniform.

Fasting began in many places on 11 November, Martin’s Day. It marked the end of the farming year at that time and food that was not suitable for Lent, such as meat, fish, eggs and dairy products, had to be consumed. As a result, St. Martin was celebrated once again with a gourmet meal.The popular “Martinigans” on St. Martin’s Day still remembers this custom today.

The Advent wreath was invented by the Hamburg educator and theologian Johann Hinrich Wichern (1808 -1881), the founder of the “Rauhen Haus” in Hamburg. There he took care of the children living in poverty. They kept asking him when Christmas Eve would finally be. In 1838 he built the first Advent wreath from a wagon wheel. It consisted of 20 small red candles and four large white candles, which he put on the wreath every day. From the first Sunday in Advent, Wichern lit a candle for every day until Christmas Eve. This gave the children, then as now, orientation during Advent. From this traditional wreath the today’s Advent wreath developed, which is manufactured approximately since the year 1860 from pine green.

This custom first found its way into Protestant families. In Cologne, for example, an Advent wreath hung for the first time in a Catholic church in 1925. The custom is now widespread all over the world.

Traditionally, the Advent calendar is also used during the Advent season. The first printed Advent calendar appeared 1902 in the ‘Evangelische Buchhandlung’ in Hamburg and had the form of a Christmas clock.

Ein Feuerwerk für die Sinne – Liebesgeschichten & Liebessalz

Seit Sommerbeginn ist mein neues Buch „Wenn die Vernunft der Liebe Platz macht“ im Buchhandel erhältlich. Und weil eine Prise Liebeszauber nie schaden kann, gibt es passend dazu ein exklusives kreiertes “Liebessalz”!

Wenn man sich viel mit dem Orient beschäftigt, dann kommt man am Zelebrieren und Genießen des Essens und an den Geschichten aus 1001 Nacht nicht vorbei. Entstanden sind daraus vier romantische Liebesgeschichten.

An lauen Sommerabenden könnt Ihr nun den süditalienischen Notar mit Sonnenbrille und Sportwagen, den in Rente gegangenen Professor und den Gedichte schreibenden Scheidungsanwalt kennen lernen. Und Ihr könnt mit an Bord auf einen turbulenten Nachtflug kommen.

Als besonderes Highlight gibt es dazu ein eigens kreiertes, exklusives „Liebessalz“. Das über 250 Millionen Jahre alte Salz kommt aus dem Tiroler Halltal, ist naturbelassen, unjodiert, ohne Rieselhilfen und pfannengesiedet. Die Liaison mit der sagenumwobenen Granatapfelblüte des Orients gipfelt in einem kulinarischen Höhepunkt. 

Im Interesse an der Natur und deren Erhaltung, haben wir auf jegliches Plastik bei beiden Produkten verzichtet – folglich gibt es keine Plastikhüllen oder Plastikverpackungen.

Schon die Optik von Salz und Buch machen Lust auf „mehr“. Auch einzeln sind sie ein wunderbares Geschenk. Ihr schenkt euch selbst und den anderen Zeit – Zeit zum Lesen, Träumen und Flirten – mit einer Prise Liebessalz.

Es würde mich freuen, wenn ihr Fotos schickt von den Orten an denen ihr das Buch lest – im Garten, im Schwimmbad, am Strand, in den Bergen, vor der Almhütte, Abends im Bett, im Stau auf der Autobahn etc.

Und es freut mich auch zu sehen, für welche Lieblingsspeisen Ihr das Liebessalz verwendet – für den Fisch, für den Salat, als wunderhübsche Deko und Geschmackserlebnis für ein einfaches Butterbrot etc.

Die Hl. Drei Könige und die Corona Pandemie

Auch 2021 sollten die Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus oder von Wohnung zu Wohnung ziehen. Jedoch, bedingt durch die Corona Pandemie, wurden auch diese unter häusliche Quarantäne gestellt und so kam es, dass der Weihrauchduft in diesem Jahr nicht durch die Häuser wehte.

Was hat es nun mit diesem Tag auf sich?

Am 6. Januar feiert die katholische Kirche das Hochfest »Erscheinung des Herrn, auch »Epiphanias«, »Dreikönigsfest« oder »Dreikönigstag« genannt.

Das Matthäus-Evangelium berichtet: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“

Schon seit dem 6. Jahrhundert sind ihre Namen bekannt . Caspar stammt aus dem Orient, wahrscheinlich aus Persien und sein Name bedeutet „Schatzmeister“. Melchior ist hebräisch-babylonischer Herkunft und bedeutet „König des Lichts“. Aus Hebräia kommt  Balthasar und sein Name bedeutet „Gott wird helfen bzw. schützt“. Dargestellt wird heute Caspar meist als Myrrhe bringender König aus dem afrikanischem Kontinent, Melchior als Gold darbringender Europäer und Balthasar als König aus Asien, der Weihrauch als Geschenk zur Krippe bringt. Der Brauch des Sternsingens lässt sich erstmals im 16. Jahrhundert urkundlich nachweisen.

Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen diesen Besuch. Kleine Gruppen von Kinder und Jugendliche, als Sternsinger verkleidet, mit einem rauchenden Weihrauchbehälter in der Hand, bitten um Spenden für kinderbezogene Projekte in aller Welt. Mit Kreide werden die Buchstaben “C+M+B”, verbunden mit der jeweiligen Jahreszahl auf den Türstock geschrieben. Diese stehen nicht für die 3 Könige Caspar, Melchior und Balthasar sondern für „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus!“). Durch diese Formel soll, einer alter Tradition nach, das Unheil für das kommende Jahr abgewehrt werden.

Am 6. Jänner, werden in vielen Familien die Lichter am Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet und danach abgebaut.

Mit dem Dreikönigstag gehen auch die zwölf Rauhnächte zwischen dem 25. Dezember und dem 5. Januar zu Ende. (Die Thomas-Nacht vom 21. auf 22. Dezember wird gelegentlich auch als Rauhnacht gezählt.) Für unseren Vorfahren waren die Rauhnächte heilige Nächte, in denen möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert und die Zeit mit der Familie verbracht wurde. An diesen Abenden wird heute noch vielerorts traditionell in den Wohnbereichen und in den Ställen geräuchert. Alten Überlieferungen nach um böse Geister, die diese Ruhe stören wollen, zu vertreiben.

Es heißt, dass die Rauhnächte das ganze kommende Jahr in sich tragen. Jeder ist für sein eigenes Schicksals verantwortlich und dafür, welche Weichen er in diesen Nächten für sein zukünftigen Schicksals stellt. Bewusste Handlungen und ein Erkennen von dem, was man ändern sollte und will, ein Frieden schließen mit sich und den anderen und ein Loslassen sollen Zeichen für diesen Wandel sein.

Die letzte Rauhnacht vom 4. Jänner zum 5. Jänner gilt als besonders wichtig, um sich von Überflüssigem und Belastendendem aus dem vergangenen Jahr zu befreien, die Vergangenheit ruhen zu lassen und gute Kräfte zu aktivieren. Alle Fenster sollten geöffnet, böse Geister hinausgeschickt und die guten hereingebeten werden.

Die Dreikönigsnacht, vom 5. Auf den 6. Jänner ist die Nacht der Segnung. Laut den Traditionen sollen um Mitternacht Türen und Fenster geöffnet werden, damit der heilige Dreikönigswind das Haus segnen kann.

Ähnlich wie die Osternacht war der Dreikönigstag früher ein traditioneller Tauftag und nach wie vor findet die Dreikönigsweihe statt. Das geweihten Wasser dient zur Segnung der Häuser und Wohnungen. Auch werden Salz, Weihrauch und Kreide geweiht. Salz deshalb, weil es schal gewordenes Wasser wieder lebendig machen soll, Weihrauch als Zeichen des Gebetes, welches zu Gott aufsteigen soll und die Kreide zum Schreiben des Haussegens.

Von den Bräuchen um das Dreikönigsfest sind leider nur noch wenige vorhanden. In Italien bekommen die Kinder ihre Geschenke nicht an Weihnachten, sondern am Dreikönigstag von der gutmütigen Hexe bzw. heute der guten Fee Befana. Diese reitet auf einem Besen von Haus zu Haus mit einem Sack voller Süßigkeiten für die braven Kinder und Asche und Kohlestückchen für die Schlimmen. In einigen Gegenden Frankreichs und der Schweiz gibt es den Brauch des „Bohnenkönigs”. Eine Bohne oder  Mandel wird in einen Kuchen eingebacken. Wer beim Kuchenessen am Morgen des Dreikönigstags mit Glück den eingebackenen Gegenstand am Teller findet, darf an diesem Tag als König die Familie regieren. Ich kann mich erinnern, dass wir als Kinder dazu noch eine goldene Papierkrone aufgesetzt bekamen.

Die heiligen drei Könige sind die Helfer der Reisenden, der Pilger, der Kürschner, der Kaufleute, der Gastwirte und der Spielkartenhersteller. Auch gelten sie als Helfende gegen Unwetter und Epilepsie.

Obst und Gemüse für Herz, Seele und einen glücklichen Bauch

Guten Morgen meine Lieben mit ‘Herz, Hirn und Hausverstand’!

Hier möchte ich Euch auf eine großartige und genußvolle Tiroler Initiative der Firma Ischia aufmerksam machen. Was sagt Ihr zu diesen wunderschönen Obst- und Gemüsekistchen? Durch Zufall bin ich auf diesen derzeitigen Rampenverkauf der Firma Ischia ‘gestossen’. In den Gemüsekistchen finden sich viele regionale und saisonale Produkte, auch von Tiroler Bauern. Wer meine Koch- und Gewürzbücher kennt, weiß, dass dieser Rampenverkauf für mich, als Liebhaberin von frischem Obst und Gemüse, ein Schlaraffenland ist. Es finden sich in den Kistchen auch weniger bekannte Gemüsesorten wie etwa Pastinaken. Und glaubt mir, es macht Spaß Neues auszuprobieren. So, jetzt heißt es für mich ‘ab in die Küche’ um für Euch neue Rezepte zu kreieren.

Die Aktion findet derzeit in Innsbruck, Amraserstraße 6, von Mo. – Fr., von 09.00 – 13.00 statt.

Gerne kann auch vorbestellt werden. Anfragen bezüglich einer Zustellung bitte über die Hotline-Telefon: 0512-52015-17

Die Kistchen gibt es für 10,00 Euro pro Stück (Preisgarantie bis Ende November 2020)!

Der Obsthandel Johann Ischia & Co schreibt auf seiner Homepage:

“Dieses Corona-Angebot für den Rampenverkauf bzw. Lagerverkauf wurde im ersten Lockdown im Frühjahr konzipiert, weil wir die Menschen in unserer Umgebung, in unserem Land Tirol, in dieser speziellen Situation mit Vitaminen versorgen wollten. Es handelt sich dabei um Überraschungskisten, deren Inhalt variieren kann bzw. zwangsläufig muss. Wir halten dieses Angebot auch im zweiten Lockdown aufrecht. Es richtet sich an Privatpersonen bei Abholung und Barzahlung.”

Wer fährt wann und warum in den Himmel und was haben Väter damit zu tun? – Christi Himmelfahrt

Der katholische Feiertag Christi Himmelfahrt – 39 Tage nach dem Ostersonntag – fällt immer auf einen Donnerstag. Die Gläubigen gedenken der Rückkehr Jesus zu Gott, seinem Vater im Himmel. Nach seiner Auferstehung zu Ostern, predigte Jesus seinen Jüngern 40 Tage lang vom Reich Gottes. Laut der Apostelgeschichte 1,9 im Neuen Testament wurde er am 40. Tag, vor den Augen seiner Jünger, in den Himmel empor gehoben und verschwand in einer Wolke. Für die Theologie bedeutet dass, das Gott seinen Sohn nicht im Tod gelassen hat. Er ist auferstanden, bei ihm im Himmel und ihm so nahe wie kein anderer. Im Glaubensbekenntnis heißt es: “Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ Ein weiterer zentraler Gedanke ist, dass Jesus am Ende aller Tage wieder kommen wird. Übrigens: Die Zahl 40 spielt in der Bibel, wo sie 98 mal vorkommt, eine große Rolle. Sie gilt als Zeitabstand für einen Neubeginn und diese Spanne als gnädige Zeit der Reifung, Klärung und Entscheidung.

Seit dem 4. Jahrhundert gilt Christi Himmelfahrt als eigenständiger und seit den 30er Jahren in ganz Deutschland auch als gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag wird in Deutschland auch der ‚Vatertag‘ bzw. ‚Männertag‘ meist in Männergruppen gefeiert. In vielen deutschen Gegenden werden bei diesen Ausflügen geschmückte Fahrräder, mit Bier beladene Bollerwägen oder Schubkarren mitgeführt. Vielerorts gibt es aber auch offene Feste für die ganze Familie.

Für den Bochumer Neutestamentler Thomas Söding haben Christi Himmelfahrt und der Vatertag durchaus auch inhaltlich etwas gemeinsam. Für ihn ist Christi Himmelfahrt in einem ganz bedeutsamen Sinne ein Vatertag, weil er mit der Sohnschaft Jesus und mit Gott als Vater zu tun hat. Jesus ist nicht nur vom Vater gesandt worden – der Weg zurück, führte auch zurück zum Vater. Er weist auf prominente Väterfiguren in der Bibel hin und zeigt Verständnis für das Feierbedürfnis der heutigen Väter. 

In der Bibel, so Söding laut “katholisch.de”, kann man zahlreiche interessante und durchaus unterschiedliche Vaterfiguren entdecken. Josef ist im Neuen Testament eine extrem wichtige Person. Er bekam im Traum die Aufgabe, sich um die schwangere Maria und damit auch um Jesus zu kümmern. Er war eine starke Figur und jemand, der sich anständig verhielt. Er war ein Mann, der im Hintergrund wichtig war und andere in den Vordergrund schicken konnte. Eine wichtige Tugend die, wie Söding findet, allen Männern gut stünde. Als weiteres Beispiel nennt er Hiob. Sein Glaube wurde hart auf die Probe gestellt, denn Gott nahm ihm seinen vollständigen Besitz und ihm passierte das Schlimmste: Seine zehn Kinder starben. Die Bibel gibt ihm Raum, um seinen Schmerz regelrecht herauszubrüllen und Gott zur Verantwortung zu ziehen; nicht nur Mütter, sondern auch Väter schreien und klagen. Väter haben es nicht immer leicht, auch in der Bibel nicht. Man kann Freude an den Kindern haben, man kann darüber traurig sein, dass sie einen völlig anderen Weg gehen als man selbst für richtig hält und man kann auch an ihnen verzweifeln. Männer in der Bibel litten auch darunter, wenn sie lange Zeit kinderlos blieben. Auf die Frage, ob es daher nur fair sei, wenn Väter auch ihren Tag haben, an dem sie gefeiert werden oder sich selbst feiern, antwortet Söding

„Warum nicht? Mein Traum wäre natürlich, wenn die Bollerwagentour nicht an den Kirchen vorbeiführt, sondern auch in eine Kirche hinein, natürlich vor dem Alkoholgenuss. Dann kann man den geistlichen und den weltlichen Teil gut miteinander verbinden.“ 

https://www.katholisch.de/artikel/21841-christi-himmelfahrt-wie-waere-eine-bollerwagentour-zur-kirche

Im Volksbrauchtum gibt es, seit Mitte des 5. Jhd., die  sogenannten Bitt-Tage, Montag, Dienstag und Mittwoch, vor Christi Himmelfahrt. Auch bat man in der vorhergehenden Woche mit Prozessionszügen und -ritten durch Wald, Wiese, Felder oder Weinberge um ein gutes Erntejahr. Es ist nicht belegt, ob daraus die Vatertags-Umzüge entstanden sind. Der Brauch der Flurritte geht vermutlich auf einen alten germanischen Rechtsbrauch zurück, demzufolge jeder Grundeigentümer einmal im Jahr sein Eigentum umrunden musste um seine Besitzansprüche aufrecht zu halten. Im 19. Jahrhundert gab es “Schinkentouren” oder “Herrentouren”, organisierte Fahrten aufs Land, zu denen Frauen nicht zugelassen waren. Später etablierte sich der Name “Vatertag” als Pendant zum “Muttertag”. 

In  Österreich ist der religiöse Feiertag Christi Himmelfahrt nicht mit dem Vatertag verbunden, welcher immer am 2. Sonntag im Juni gefeiert wird. Es gibt eine Reihe regionaler Bräuche wie die Bitt-Tage und seit dem sechsten Jahrhundert auch Prozessionen (Montag, Dienstag und Mittwoch). In manchen Kirchen wird eine Statue des auferstandenen Jesus durch das so genannte Heiliggeisterloch, sofern dieses vorhanden ist, auf den Dachboden der Kirche gezogen. Auf den Teller kommt an diesem Tag vor allem Geflügel  („Fliegendes Fleisch“).