Frauentag unter der Lupe: Die seltene Rolle der Pilotin im Kampfjet – jenseits der Schlagzeilen

Der Internationale Frauentag lädt jedes Jahr dazu ein, den Blick auf Frauen zu richten, die Grenzen verschieben – oft leise, manchmal unter enormen persönlichen Herausforderungen. In Zeiten, in denen Konflikte und Kriege die Nachrichten dominieren, wirkt das Thema Militär zunächst schwer. Doch gerade jetzt zeigt sich, dass Frauen in Bereichen arbeiten, die lange als reine Männerdomänen galten – etwa als Pilotinnen von Kampfjets. Hinter dieser Funktion steht jedoch nicht das Bild der Kriegerin, sondern das einer hochqualifizierten Expertin, die Technik beherrscht, Entscheidungen unter Druck trifft und Verantwortung trägt. Die folgenden Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; all jene Frauen, die diesen Beruf ausüben und hier nicht genannt sind, mögen mir dies bitte nachsehen.

  • Sabiha Gökçen (Türkei):  Sie gilt als weltweit erste weibliche Kampfjetpilotin. In den 1930er‑Jahren wurde sie an der Türkischen Luftwaffenakademie ausgebildet und nahm an mehreren Militäroperationen teil. Sie wurde zu einer Symbolfigur der modernen Türkei und zu einem internationalen Vorbild für Frauen in der militärischen Luftfahrt. Der zweitgrößte Flughaften der Türkei, in Istambul, ist nach ihr benannt.
  • Ulrike Fitzer (Deutschland): Die ausgebildete Tornado-Pilotin war die erste Frau der Bundeswehr, die einen Kampfjet flog. Später ließ sie sich zur Fluglehrerin ausbilden, um angehende Eurofighter‑Pilot*innen zu schulen. Parallel zu ihrer Dienstzeit absolvierte sie im Fernstudium einen Bachelor in Mechatronik und studierte anschließend Computational Science and Engineering. Ihre Masterarbeit befasste sich mit Energiewandlern, die mechanische Vibrationen industrieller Anlagen in Strom umwandeln. Promoviert hat sie über die Wechselwirkung zwischen Neuronen und Elektroden. 2022 erhielt sie von acatech den Schnieder‑Preis JUNGE MACHERIN. Sie gilt als inspirierendes Role Model für Mädchen und junge Frauen.
  • Nicola Winter (Deutschland): Schon als Kind vom Fliegen begeistert, scheiterte sie zunächst an ihrer Körpergröße von 1,60 m für eine zivile Pilotenausbildung. Als sie von der Kampffliegerausbildung der Bundeswehr erfährt, ist für sie klar: Das ist ihr Weg. Sie wird eine der ersten Eurofighter‑Pilotinnen Deutschlands und fliegt über zehn Jahre aktiv. Das Handelsblatt und die Boston Consulting Group zeichnen sie als „Vordenkerin des Jahres“ aus. 2022 wird sie in die Astronauten‑Reserve der European Space Agency aufgenommen. In ihrem Buch The sky is no limit beschreibt sie, was wir aus der Fliegerei für Beruf und Alltag lernen können.

Während in Deutschland bereits Frauen Eurofighter fliegen, gibt es in Österreich noch keine Kampfjetpilotinnen. Das hat mehrere Gründe: Frauen sind erst seit 1998 beim Bundesheer zugelassen, die militärische Fliegerei in Österreich ist ein traditionell kleiner, spezialisierter Bereich. Die Zahl der Jetpiloten ist insgesamt gering, der Frauenanteil im Bundesheer weiterhin unter 5 %, und die Ausbildung extrem selektiv und viele Jahre dauernd.

In den frühen 2000er‑Jahren begannen die ersten Frauen ihre Ausbildung zur österreichischen Militärpilotin. 2005 schlossen die ersten beiden Frauen in der Geschichte des österreichischen Bundesheeres ihre Ausbildung zur Hubschrauberpilotin ab. Seitdem gibt es vereinzelt weitere Pilotinnen, aber der Beruf bleibt eine absolute Ausnahme. Manche Namen österreichischer Hubschrauberpilotinnen sind öffentlich bekannt – andere werden bewusst nicht genannt. Das hängt davon ab, ob sie beim Bundesheer, der Polizei oder im zivilen Bereich fliegen und wie sensibel ihre Einsatzbereiche sind.

  • Ulrike Hutsteiner (Österreich) ist eine Elite-Pilotin der Flugpolizei. 2023 übernahm sie die interimistische Leitung der Flugpolizei und ist somit die oberste Pilotin der Polizei. Ein Meilenstein, denn Führungspositionen in diesem Bereich waren lange Zeit ausschließlich männlich besetzt. Sie ist eine der sichtbarsten Pionierinnen im staatlichen Flugbetrieb und ein wichtiges Vorbild für junge Frauen. Die Flugpolizei ist neben dem Einsatzkommando Cobra oder dem Entschärfungsdienst ein Teilbereich der Direktion Spezialeinheiten. Sie unterstützt alle polizeilichen Einheiten bei Einsätzen – von Anti-Terror-Einsätzen über alpine Bergungsmissionen, Fahndungen oder Suchen nach Abgängigen bis hin zu Löschmissionen.

Weitere Pionierinnen in Europa:

  • Kateřina Hlavsová (Tschechien): Ihr Arbeitsplatz ist der Luftwaffenstützpunkt Čáslav, rund 70 Kilometer östlich von Prag. Sie war die erste Frau im heutigen Tschechien die Militär-Jets fliegt. Sie betont, dass es in ihrem Beruf als Frau viel Überzeugungskraft brauche, um sich durchzusetzen. Als einzige Frau in ihrem Studienfach begegnete Hlavsová immer wieder der unausgesprochenen Skepsis gegenüber Frauen in der Jet-Luftfahrt.
  • Báčová-Kellerová (ehem.Tschechoslowakei): Bereits vor 70 Jahren gab es in der damaligen Tschechoslowakei eine Kampfjetpilotin: Eleonora Báčová-Kellerová. Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte sie eine Kampfpilotenausbildung und wurde ab 1954 als erste Frau des Landes auf der sowjetischen MiG‑15 eingesetzt. 1958 verließ sie die Armee und gab das Fliegen auf. Erst Anfang der 2000er-Jahre wurden wieder Frauen zur Kampfpilotenausbildung zugelassen.

Pionierinnen im Morgenland: 

  • Mariam al-Mansouri (Vereinigte Arabische Emirate): 2007 wurde sie als erste Frau in die Luftwaffenakademie der VAE aufgenommen und qualifizierte sich als erste weibliche Kampfjetpilotin des Landes. Sie fliegt eine F‑16 Fighting Falcon. 2014 führte sie als Geschwader-Kommandeurin sensible Luftangriffe an. Ihre Rolle fand weltweit Beachtung und gilt als Symbol für die Modernisierung und den Wandel der Frauenrolle in den Golfstaaten. Sie ist Trägerin der „Pride of the Emirates Medal“.

Bundesministerium für Inneres

Bundesministerium für Landesverteidigung

SWR1 Leute /ARD

https://deutsch.radio.cz/zdenka-kuchynkova-8682359

VERENA FALKNER, „Highheels auf goldenem Sand“

RAMADAN – die brennende Hitze, die Trockenheit, der sonnenverbrannte Sand

Der Ramadan, der neunte Monat im islamischen Kalender, der Fastenmonat der Muslime, beginnt in diesem Jahr 2025 am Abend des 28. Februar und endet voraussichtlich am 29. März. Das genaue Datum variiert aufgrund der geographischen Lage der verschiedenen Länder. Der Mondmonat beginnt mit dem Neumond wenn die Sichel des neuen Mondes (arabisch hilal) am Himmel zu sehen ist. Dieses Datum wird auch als “Geburt des neuen Mondes” bezeichnet.

Der Ramadan erinnert an die Offenbarung im Jahre 610 durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed. Die Nacht, in der die ersten Koranverse herabgesandt wurden, bezeichnet man als „Nacht der Bestimmung“ ( lailat-ul qadr). Das Fest wird traditionell meist in der 27. Nacht des Ramadan zelebriert. 

Das Fasten (Siyâm) ist das wichtigste Gebot im Ramadan und gehört zu den „fünf Säulen des Islam“ (Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosensteuer, Ramadan, Pilgerfahrt). In der Sure 2,187 steht: “…Und esst und trinkt bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht….”. So wird im Ramadan zwischen der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken, auch auf Rauchen und Geschlechtsverkehr wird verzichtet. 

Der Koran und der Islam geben auch Möglichkeiten zur Ausnahme – Kranke, Altersschwache, Schwangere, stillende Mütter und Frauen in der Menstruation sind davon ausgenommen. Es gibt die Möglichkeit den versäumten Fasttag nachzuholen – für jeden versäumten Fasttag soll man einen Bedürftigen speisen oder einen kleinen finanziellen Betrag für Arme spenden (fidya). Kinder beginnen erst mit dem Eintritt in die Pubertät zu fasten. Viele Kinder üben das Fasten schon vorher mit dem Verzicht auf Süßigkeiten oder einem halben Fasttag.

Die Fastenpflicht lehrt, Gottes Gaben wie Nahrung und Wasser zu schätzen, indem man am eigenen Leib erfährt, wie sich Hunger und Durst anfühlen. Das Fasten dient als Reinigung für Körper, Geist und Seele und einem sich bewusst machen, dass der Wohlstand in dem wir leben keine Selbstverständlichkeit ist. Solange der Fastende nicht von jeder üblen Tat, von jedem schlechten Wort und Gedanken ablässt, hat er sein Ziel nicht vollends erreicht. Barmherzigkeit wird groß geschrieben – jeder soll Bedürftigen helfen, wie es ihm möglich ist, beispielsweise mit Speisen. Die Gläubigen intensivieren das Beten und Lesen des Korans.

Jeden Tag nach Sonnenuntergang findet das Fastenbrechen statt, das mit einem Gebet eingeleitet wird. Vor dem anschließenden Abendessen (arabisch: iftar) wird traditionell eine Dattel gegessen mit einem Schluck Wasser dazu. Einladungen an Verwandte und Freunde zu einem gemeinsamen Iftar gehören dazu. Auch in den Moscheen wird gefeiert, wo Essen an Bedürftige ausgegeben wird.

Mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr), wird der Ramadan beendet. Es dauert drei Tage und zählt zu den wichtigsten Feiertagen. Der erste Festtage wird mit einem gemeinsamen Gebet in der Moschee begonnen. Man bittet Allah darum, die Gebete und Mühen während des Ramadans anzuerkennen und Fehler zu verzeihen und beglückwünscht sich gegenseitig. In diesen Tagen werden Verwandte besucht, wobei traditionell die Jüngeren zu den Älteren kommen; Kinder werden beschenkt und es wird mit köstlichen Speisen und Spezialitäten ausgiebig im Familienkreis gefeiert.

“Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.” (Prophet Muhammad)

Zitat aus: Islamisches Zentrum Wien, “Fasten im Ramadan”

Was haben Asche und die Zahl 40 mit dem Fasten zu tun?

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ (vgl. Gen 3,19)

Am heutigen sogenannten Aschermittwoch, beginnt die 40-tägige vorösterliche christliche Fastenzeit. Es gibt heutzutage keine strengen Regeln mehr. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er diese Fastenzeit gestalten will. Ob ohne Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten, Fernsehen oder Social media – die Zeit soll genützt werden um den Lebensstil zu überdenken und neue Perspektiven zu finden. Die Nächstenliebe soll in den Vordergrund gestellt werden. 

Die Bereitschaft zum Fasten zeigt sich in der Auflegung des Aschekreuzes – als Bild der Vergänglichkeit und Zeichen von Trauer und Buße, und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Damals gehörte auch das Anziehen eines Büßergewands zum Ascheritual. Aus dieser Zeit stammen die Redewendungen „In Sack und Asche gehen“ und „Asche auf mein Haupt“.

Viele Religionsgründer durchlebten eine Phase des Verzichts und die Zahl 40 hat eine hohe symbolische Bedeutung: Jesus zog sich 40 Tage in die Wüste zurück um sich in Gebet und Fasten auf seine Berufung vorzubereiten; Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde; Moses stieg auf den Berg Sinai und fastete 40 Tage bevor er Gottes Wort empfing; der Prophet Elija fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er seiner Berufung folgte; das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste und durchlief eine Zeit der Läuterung; die Stadt Ninive hatte 40 Tage Zeit, um ihre Sünden zu bereuen.

Ursprünglich wurde im Christentum an zwei festen Tagen gefastet: Mittwoch, weil Jesus von Judas an diesem Tag verraten wurde und Freitags, da der Tag an die Kreuzigung von Jesus erinnert (Ausnahmen: die Woche nach Ostern und Pfingsten und die zwei Wochen nach Weihnachten). Diese Tradition ging weitgehend verloren, aber der Brauch Freitags kein Fleisch zu essen, wird noch in vielen Familien praktiziert.

(Es gab urspünglich zwei Fastenzeiten – vom St. Martinstag, 11. November, bis Weihnachten und von Aschermittwoch bis Ostern.)

Die Vereinigten Arabischen Emirate warten mit einer revolutionären technischen Weltneuheit auf  

„Fastet nicht, bis ihr die Mondsichel des Ramadan seht und gebt das Fasten nicht auf, bis ihr die Mondsichel des Shawwal seht. Aber wenn der Himmel bedeckt ist, wenn ihr sie nicht sehen könnt, dann handelt nach Schätzung.“ (Prophet Mohammed)

Der  „UAE Council for Fatwa“  macht den beginnenden Neumond, der den Beginn des Heiligen Monats Ramadan (Hilāl) markiert, mit Hilfe von KI-gesteuerten Drohnen sichtbar – eine Weltneuheit! Es zeigt, wie moderne Technologie mit traditionellen religiösen Praktiken kombiniert werden kann, um präzisere Ergebnisse zu erzielen.

Unter Muslimen wird immer wieder diskutiert über die beste Bestimmungsweise des Ramadan-Mondes. Einige setzen auf die traditionelle Mondsichtung (Ruʾya), andere bevorzugen wissenschaftliche Berechnungen um diese zu präzisieren.

Der Beginn des Ramadan-Mondes kann auf drei legitime Arten festgestellt werden: die Sichtung Ruʾya der Mondsichel; Falls die Sichtung ausbleibt – die Vervollständigung auf den Folgemonat Schaʿbān auf 30 Tage oder, bei Bewölkung, die Schätzung der Mondsichel hilāl. Der Einsatz von KI-gesteuerten Drohnen soll das Konzept der optischen Direktbeobachtung, die nach wie vor die wichtigste Methode zur Bestätigung der Sichtung der Mondsichel ist, erweitern.

Die eingesetzten Drohnen sind mit hochauflösenden Kameras und KI-Algorithmen ausgestattet. Sie scannen den Himmel live und vergleichen die Bilder in Echtzeit mit bekannten Sterndaten, um die Sichel sicher zu identifizieren. KI-Drohnen können die Mondsichel auch an bewölkten Abenden oder unter Bedingungen erkennen, bei denen eine Sichtung mit bloßem Auge schwierig ist. Sie reduzieren menschliche Fehler und erhöhen die Zuverlässigkeit der Bestimmung. Die Drohnen arbeiten ergänzend zur traditionellen Sichtung durch Experten (Al Shawwafs).

Die Integration von künstlicher Intelligenz in diese uralte Tradition zeigt jedoch den Trend zu “Smart Moon Sighting” im Nahen Osten. Die Initiative wird in Abstimmung mit den nationalen Institutionen, spezialisierten Forschungszentren und den hochmodernen astronomischen Observatorien der VAE durchgeführt. Die revolutionäre Idee zeige die Führungsrolle der VAE bei der Einführung innovativer technologischer Lösungen, so der Rat.

Hadithwissenschaften.de, Arabianbusiness.com

Valentine and the Love …

Who was Saint Valentine, whose date of death is February 14, 269?

St. Valentine was the bishop of the city of Terni, north of Rome, where Christians and non-Christians highly respected him. He is considered as patron of lovers and bridal couples.

The Roman emperor at that time required him to convert to the Roman faith. He refused and was consequently taken into custody by an imperial advisor. Valentin healed this man’s blind daughter. In gratitude, the man’s family was baptized. Valentin was beheaded and the man’s family also died.

Another legend tells that Bishop Valentin helped a couple in love to escape and get married against the will of their parents. So he is also considered to be the founder of happy marriages with “obstacles”.

Since the year 350 Valentine’s Day is celebrated on February 14th. Since the historical sources about his person are too varied and too unclear, the day was removed from the church calendar of saints at the Second Vatican Council in 1965.

However, the folk traditions on this day have been preserved.

In the Middle Ages it was believed that birds begin pairing on 14 February. This is also a possible explanation for the association of the name Valentin with lovers.

Another theory is based on the Norman word galantine (a galan is a distinguished lover). With a V, “Galantin’s Day” became Valentine’s Day.

Another origin is assumed to be the Roman festival of “Lupercalia”. The names of young girls were written on pieces of paper and raffled among the boys. This way they could easily be accompanied for the next year, or at least for the feast day.

In France, Belgium and England, since the end of the 14th century, young couples have been chosen by lot as Valentine and Valentine for each other. Through an exchange of gifts, they were connected with each other until the next Valentine’s Day, similar to an engagement.

In England at the same time there was the belief that the first person of the opposite sex, which you see in the morning of February 14th, is the only and true love.

In the 17th century, the custom developed in the Anglo-Saxon world of sending home-made Valentine’s cards to one’s loved one. In the 18th century the first commercial greeting cards were produced.

“Through the flower”, wishes, requests and hopes could be articulated and, over time, a secret language developed. Not only the colours and varieties, but also every single detail of a bouquet was given its own meaning. These codes are still valid today. They were regionally different and complicated like a foreign language, so that soon separate dictionaries were written about the language of flowers. In the meantime, it has become part of the language and general knowledge that red roses say “I love you”.

Lady Mary Wortley Montagu wrote in the 18th century, in her “Letters from Istanbul”, about the meanings of individual flowers prevailing in the Orient. Charlotte de Latour wrote in 1829 in her book “Die Blumenpracht oder Symbolik des Pflanzenreiches”, about the hidden eroticism and language of flowers. A language that is still relevant regardless of WhatsApp and SMS.

The lost holiday!

Candlemas and the “Schlenkerltag”

02.02.2020

In the past, the Christmas season ended on 2 February. On this day the Catholics removed and cleared the nativity scenes and the Christmas trees. From the modern daily life the celebration has almost disappeared.

Until 1969 this day was called “Mary’s Devine Purification” in the Catholic Church. According to the rules and customs of the time, a woman was considered unclean 40 days after giving birth to a child and had to bring a purification offering at the temple 40 days after the childbirth. The sacrifice was usually a pair of lovebirds. Since Jesus was the first-born son considered the property of God. So he too was “represented” and ” released” by his parents in the temple before God. This is why Mary’s Candlemas is also called the “Feast of the Presentation of the Lord”.

Mary and Joseph, the parents of Jesus, met there the aged Simeon and the 84-year-old prophetess Hannah, who recognized and praised the child as Messiah (The Anointed One). Hannah confirmed the prophetic speech of Simeon, who trusted that he would not die until he had seen the Messiah. Even today, the following is read out in the service on that day: The old man sang the praises of the child and praised him as the Messiah: “For mine eyes have seen thy Saviour whom thou hast prepared before all nations, a light that illuminates the Gentiles, and glory to thy people Israel”.

Hannah had a difficult life behind her. Seven years after her marriage she became a widow. For a childless and widowed woman it was difficult to find a place in society at that time. So from that time on she was dependent on the support of the community. Hannah decided to live a life of fasting and praying in the temple.

Since the liturgical reform of 1970, the Christmas season in the Catholic Church ends on the Sunday after Epiphany, which is celebrated on January 6th. Since 1997, February 2 is also considered in the Catholic Church as the “Day of Consecrated Life”, a day of thanksgiving and petition for those who place themselves entirely at the disposal of God.
Until 1912, for example, 2 February was a public holiday in Bavaria.

February 2, was also of great importance in the peasant year and was considered the date for payment and interest. On this day the maids and farmhands could sign up with their employer anew or change their employer or farm. The employer was informed that he wanted to change to Martini (11 November) at Candlemas. The salary, in the form of money or in kind, was paid on 2 February. Usually it was the only day of the year when the wage was paid out. Often the maids received a new smock and the servants a pair of new shoes. The service book was also returned to the employee. It often read: “Till Candlemas has served faithfully.”

The servants often had to part with their small livestock (such as chickens, pigeons or rabbits) when they changed, because not every farmer allowed his servants to keep them. Consequently, many animals were sold at animal markets on this date. In the Upper Austrian town of Wels the Glanglmarkt (glangln is a dialect word, meaning to move around) still takes place today. It is Austria’s largest small animal market with more than 10,000 animals and is visited every year by numerous visitors and buyers.

The new service and the new peasant work year started on the day of St. Agatha, February 5th. The days in between were called “Schlenkerltag” or “Schlenkerlweil”. Celebrations were held and family visits were made until the new service began.

On the occasion of the Candlemas, the consecration of candles and wax is also celebrated in the Catholic Church. The candles for the consecration often used to have certain colours: besides the everyday candles, the soul candles for lighting for the deceased were coloured, the weather candles as protection against approaching storms and thunderstorms were black and the rosary candles used for praying the rosary were yellow. Symbolically, the feast and the associated procession of lights was also a sign that the days were getting longer. The vernacular draws a bow from St. Martin’s Day on November 11 to Candlemas: “Martin light the light; Mary blows it out again.”

The festival was probably taken over, as well as the procession of lights – from the Orient.

Heute eingeladen in der Sendung „Zwei auf Eins“ des rbb zum Thema „VATER”

Hat richtig Spaß gemacht – DANKE!!!

Hier ist die Sendung zum Nachhören. Das Interview mit mir beginnt ab ca. Minute 16.

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/sendungen/26/2512/251214_zwei_auf_eins_30200.html

Jorgos Trompeter

Seit über zehn Jahren plant, organisiert und führt Jorgos schon Hilfstransporte nach Griechenland durch, für die Ärmsten der armen Kinder in Griechenland und in den griechischen Flüchtlingslagern.

Sein neues, rein karitatives Projekt ist das Buch ‚kinderaugenblicke‘.

Auf 168 Seiten schildern darin Kinder und Erwachsene aus Griechenland, Italien, Deutschland und Österreich, aus allen sozialen Schichten bis hin zu sehr bekannten und prominenten Persönlichkeiten wie Schauspieler, Musiker, Künstler, Schriftsteller ein Kindheitserlebnis. Nahezu alle Gastautoren haben das Wort ‚kinderaugenblicke‘ geschrieben, gezeichnet oder gemalt – dieser Schriftzug ist neben der jeweiligen Überschrift im Buch abgedruckt.

Es ist mir eine Ehre und Freude, mit meinem Text einen kleinen Teil zu diesem Buch beigetragen zu haben.

Ab Anfang November erhältlich unter anderem bei: allen GEA-Filialen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, Weltladen Steyr, Nets.werk Steyr, Genusszentrum Stift Schlierbach, Pastarro Kirchdorf an der Krems, Papiertiger Linz, Hören & Sehen Laher in Rohrbach, Europakloster Gut Aich und bei allen Buchpräsentationen und Benefizveranstaltungen von Jorgos.

Die Premieren-Präsentation findet in Athen statt – eine Benefizveranstaltung, organisiert von der österreichischen Botschafterin in Griechenland. Parallel dazu, führt Jorgos wieder einen Hilfstransport mit zwei seiner langjährigen Projektpartner in Griechenland durch, mit denen er seit Beginn an zusammenarbeitet.

Für alle, die Jorgos Projekt unterstützen und helfen möchten:

Was hat es mit dem Schlachten der Schafe auf sich? Eid Al-Adha

Das Opferfest Eid al-Adha wird auch ‚Großes Fest‘ genannt. Das ‚Kleine Fest‘ Eid al-Fitr wird Ende des Ramadans gefeiert. (https://verenafalkner.at/eid-al-fitr/). Auf türkisch heißt das Fest Kurban Bayrami. Das Wort Kurban steht für das Opfertier, welches Muslime darbringen. Im Iran heißt das Fest Eid-e-Ghorban. Das Opferfest gilt als der Höhepunkt der Hadsch, der Pilgerreise der Muslime nach Mekka, und ist der höchste Feiertag im Islam. Es hat für alle islamischen Konfessionen sowie für die Aleviten die Bedeutung, dass sie Gott grenzenlos vertrauen dürfen.

Während in vorwiegend muslimischen Ländern die Geschäfte geschlossen bleiben, ist bspweise in Deutschland Eid al-Adha kein gesetzlicher Feiertag. Muslimische Kinder können sich jedoch am ersten Tag des Fests vom Unterricht befreien lassen wie in Hamburg oder Bremen, wo es Staatsverträge mit den muslimischen Religionsgemeinschaften gibt. Deutschlandweit sind die Lehrpersonen angewiesen, am Tag des Opferfest keine Klassenarbeiten schreiben zu lassen oder sonstige Leistungsnachweise zu verlangen.

An Eid al-Adha erinnern sich Muslime weltweit an Abraham, dem gemeinsamen Stammesvater der Muslime, Juden und Christen. (Diese drei „Buchreligionen“ werden als die drei abrahamitischen Welt-Religionen bezeichnet). Es wird der Bereitschaft Abrahams gedacht, seinen Sohn Ismael für Gott zu opfern. Abraham und seine Frau Sara, so berichten Koran und Bibel, hatten keine Kinder. Abraham zeugte mit einer Magd als Leihmutter den Sohn Ismael. Sara wurde unerwartet schwanger und gebar Isaak. Gott befahl Abraham, als Prüfung, Isaak als Opfergabe darzubringen. Als Gott erkannte, welch großes Opfer Abraham zu geben bereit war, schickte er einen Engel, der Abraham davon abhielt, Isaak zu opfern. Als Dank opferte Abraham einen Widder an Stelle des Sohnes. In der Version des Koran (Sure 37, 99 – 113) geht es nicht um Isaak, sondern um Ismael. Das rituelle Opfern von Schlachttieren zum Opferfest soll daran erinnern.

Das innere Opfer beinhaltet das Loslassen von Egoismus, Gier und Materialismus und das Annehmen von Tugenden wie Demut, Dankbarkeit und Zufriedenheit. Es dient als Erinnerung, dass wahrer Erfolg und Erfüllung nicht aus dem Streben nach persönlichem Gewinn, sondern aus Handlungen und Absichten für das Allgemeinwohl entstehen. Das Vertrauen auf eine höhere Macht soll ein Gefühl des inneren Friedens und der Ruhe geben und Trost in dem Wissen zu finden, dass man geführt und beschützt wird.

Das Opferfest erstreckt sich über vier Tage. Die Rituale beginnen schon am Vortag des Festes. Am „Tag von Arafat“ treffen sich die Pilger am Berg Arafat (Berg der Barmherzigkeit), 20 km südöstlich von Mekka in Saudi Arabien, um zu beten und zu fasten. Gläubige, die nicht an der Pilgerfahrt teilnehmen, fasten an diesem Tag und beten in der Moschee. Zahlreiche Überlieferungen weisen darauf hin, dass dieser Tag besonders geeignet ist für das Ersuchen um Vergebung und zur Erhörung von Bittgebeten. Der Überlieferung nach werden die Sünden für das vergangene und für das laufende Jahr verziehen.

Am Morgen des ersten Festtages versammeln sich die Gläubigen in der Moschee zu einem Festgebet. Im Anschluss wünscht man gegenseitig „Möge Allah deine guten Taten annehmen und Dir und Deiner Familie das Beste geben“. Danach folgt die rituelle Schlachtung eines Tieres dessen Kopf dabei in Richtung Mekka gelegt wird. Im privaten Kreis übernimmt immer das älteste männliche Mitglied der Familie die Schächtung. Die Schlachtung eines Schafs oder eines anderen Opfertiers wie Ziege, Kamel, oder Rind (kein Schwein) erfolgt nach religiösen Regeln. Das Fleisch wird in drei Teile geteilt. Ein Teil geht an Bedürftige, ein Teil an Verwandte und Freunde, der dritte Teil wird in Form eines Festessens im Familienkreis genossen. Ist das Schächten eines Tieres nicht möglich, wird darauf verzichtet. In Deutschland senden Muslime oft Geld an Verwandte, damit dort eine Schlachtung in Auftrag gegeben werden kann, oder spenden an Bedürftige. Als Zeichen der Freundschaft und Hilfsbereitschaft beschenken sich viele Muslime, ähnlich wie Christen zu Weihnachten, und die Familien treffen sich zum gemeinsamen Festmahl bei dem traditionelle Gerichte aufgetischt werden. Das Haus und auch die Straße werden für das Fest gesäubert.

Auch die Aleviten feiern an diesem Tag ein Familienfest. Die meisten von ihnen leisten aber vor allem soziale Dienste und treffen sich in den Gemeindezentren, um gemeinsam Fürbitten zu sprechen. Im Alevitentum „soll der Mensch mit der Opferung eines Nutztieres Gott gedenken, Ihm dafür danken, dass Er den Menschen dieses Glück gab, durch Gottesgaben am Leben bleiben zu können. Darüber hinaus möge derjenige, der ein Tier in Gottgedenken opfert, der Barmherzigkeit und der Liebe Gottes bewusst werden und diese Barmherzigkeit anderen Menschen weitergeben, indem man das Fleisch zuerst Armen und Bedürftigen spendet.“ (zit. nach http://www.aleviten.at/_de/?skt_events=opferfest-20-juli-2021)

Wer fährt wann und warum in den Himmel und was haben Väter damit zu tun? – Christi Himmelfahrt

Der katholische Feiertag Christi Himmelfahrt – 39 Tage nach dem Ostersonntag – fällt immer auf einen Donnerstag. Die Gläubigen gedenken der Rückkehr Jesus zu Gott, seinem Vater im Himmel. Nach seiner Auferstehung zu Ostern, predigte Jesus seinen Jüngern 40 Tage lang vom Reich Gottes. Laut der Apostelgeschichte 1,9 im Neuen Testament wurde er am 40. Tag, vor den Augen seiner Jünger, in den Himmel empor gehoben und verschwand in einer Wolke. Für die Theologie bedeutet dass, das Gott seinen Sohn nicht im Tod gelassen hat. Er ist auferstanden, bei ihm im Himmel und ihm so nahe wie kein anderer. Im Glaubensbekenntnis heißt es: “Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ Ein weiterer zentraler Gedanke ist, dass Jesus am Ende aller Tage wieder kommen wird. Übrigens: Die Zahl 40 spielt in der Bibel, wo sie 98 mal vorkommt, eine große Rolle. Sie gilt als Zeitabstand für einen Neubeginn und diese Spanne als gnädige Zeit der Reifung, Klärung und Entscheidung.

Seit dem 4. Jahrhundert gilt Christi Himmelfahrt als eigenständiger und seit den 30er Jahren in ganz Deutschland auch als gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag wird in Deutschland auch der ‚Vatertag‘ bzw. ‚Männertag‘ meist in Männergruppen gefeiert. In vielen deutschen Gegenden werden bei diesen Ausflügen geschmückte Fahrräder, mit Bier beladene Bollerwägen oder Schubkarren mitgeführt. Vielerorts gibt es aber auch offene Feste für die ganze Familie.

Für den Bochumer Neutestamentler Thomas Söding haben Christi Himmelfahrt und der Vatertag durchaus auch inhaltlich etwas gemeinsam. Für ihn ist Christi Himmelfahrt in einem ganz bedeutsamen Sinne ein Vatertag, weil er mit der Sohnschaft Jesus und mit Gott als Vater zu tun hat. Jesus ist nicht nur vom Vater gesandt worden – der Weg zurück, führte auch zurück zum Vater. Er weist auf prominente Väterfiguren in der Bibel hin und zeigt Verständnis für das Feierbedürfnis der heutigen Väter. 

In der Bibel, so Söding laut “katholisch.de”, kann man zahlreiche interessante und durchaus unterschiedliche Vaterfiguren entdecken. Josef ist im Neuen Testament eine extrem wichtige Person. Er bekam im Traum die Aufgabe, sich um die schwangere Maria und damit auch um Jesus zu kümmern. Er war eine starke Figur und jemand, der sich anständig verhielt. Er war ein Mann, der im Hintergrund wichtig war und andere in den Vordergrund schicken konnte. Eine wichtige Tugend die, wie Söding findet, allen Männern gut stünde. Als weiteres Beispiel nennt er Hiob. Sein Glaube wurde hart auf die Probe gestellt, denn Gott nahm ihm seinen vollständigen Besitz und ihm passierte das Schlimmste: Seine zehn Kinder starben. Die Bibel gibt ihm Raum, um seinen Schmerz regelrecht herauszubrüllen und Gott zur Verantwortung zu ziehen; nicht nur Mütter, sondern auch Väter schreien und klagen. Väter haben es nicht immer leicht, auch in der Bibel nicht. Man kann Freude an den Kindern haben, man kann darüber traurig sein, dass sie einen völlig anderen Weg gehen als man selbst für richtig hält und man kann auch an ihnen verzweifeln. Männer in der Bibel litten auch darunter, wenn sie lange Zeit kinderlos blieben. Auf die Frage, ob es daher nur fair sei, wenn Väter auch ihren Tag haben, an dem sie gefeiert werden oder sich selbst feiern, antwortet Söding

„Warum nicht? Mein Traum wäre natürlich, wenn die Bollerwagentour nicht an den Kirchen vorbeiführt, sondern auch in eine Kirche hinein, natürlich vor dem Alkoholgenuss. Dann kann man den geistlichen und den weltlichen Teil gut miteinander verbinden.“ 

https://www.katholisch.de/artikel/21841-christi-himmelfahrt-wie-waere-eine-bollerwagentour-zur-kirche

Im Volksbrauchtum gibt es, seit Mitte des 5. Jhd., die  sogenannten Bitt-Tage, Montag, Dienstag und Mittwoch, vor Christi Himmelfahrt. Auch bat man in der vorhergehenden Woche mit Prozessionszügen und -ritten durch Wald, Wiese, Felder oder Weinberge um ein gutes Erntejahr. Es ist nicht belegt, ob daraus die Vatertags-Umzüge entstanden sind. Der Brauch der Flurritte geht vermutlich auf einen alten germanischen Rechtsbrauch zurück, demzufolge jeder Grundeigentümer einmal im Jahr sein Eigentum umrunden musste um seine Besitzansprüche aufrecht zu halten. Im 19. Jahrhundert gab es “Schinkentouren” oder “Herrentouren”, organisierte Fahrten aufs Land, zu denen Frauen nicht zugelassen waren. Später etablierte sich der Name “Vatertag” als Pendant zum “Muttertag”. 

In  Österreich ist der religiöse Feiertag Christi Himmelfahrt nicht mit dem Vatertag verbunden, welcher immer am 2. Sonntag im Juni gefeiert wird. Es gibt eine Reihe regionaler Bräuche wie die Bitt-Tage und seit dem sechsten Jahrhundert auch Prozessionen (Montag, Dienstag und Mittwoch). In manchen Kirchen wird eine Statue des auferstandenen Jesus durch das so genannte Heiliggeisterloch, sofern dieses vorhanden ist, auf den Dachboden der Kirche gezogen. Auf den Teller kommt an diesem Tag vor allem Geflügel  („Fliegendes Fleisch“). 

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