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Das persische Neujahrsfest „Nouruz“ – der Beginn des Jahres 1405
„Meine Blässe für dich, deine Frische für mich, meine Kälte ist dir, deine Wärme ist mir.“
Nowruz (Neuer Tag), das persische Neujahrfest, gilt als das älteste Fest der Welt und beginnt genau zur Tag- und Nachtgleiche – 20. März. Sein Ursprung reicht wohl mehr als 3000 Jahre zurück. Es ist kein religiös gebundenes Fest, sondern ein natur- und jahreszeitlich verankertes Ritual, das den Sieg des Lichts über die Dunkelheit und den Sieg des Lebens über den Winter symbolisiert.
Seit der Kalenderkorrektur im Jahre 1079 durch den großen persischen Astronom und Dichter Omar Khayyam werden Sekunden, Minuten und Stunden exakt berechnet. Diese exakte Zeitberechnung wird heute vom Institut für Geophysik in Teheran durchgeführt. Die vier Wochen des Esfand , dem letzten der zwölf Monate des persischen Sonnenkalenders, sind der Luft, des Wassers, der Erde und des Feuers gewidmet. In der Mythologie sind diese vier Naturelemente vor Pflanzen, Tieren und Menschen gereiht. Dieser Kalender orientiert sich am Sonnenjahr und beginnt mit dem Frühlingsanfang. Am heutigen Tag beginnt das Jahr 1405.
Das Fest ist mit vielen Ritualen verbunden, bei denen man sich metaphorisch von “allem Staub” des Vorjahres befreit. Am Dienstagabend der Feuerwoche Charshanbe-Suri beginnen die Feierlichkeiten. Es wird über kleine Feuer gesprungen mit den Worten „Meine Blässe (mein Schlechtes) gehöre dir, deine Röte (dein Gutes) mir“. Symbolisch wird so alles Negative aus dem scheidenden Jahr hinter sich gelassen. Auf den Straßen Schiraz`´´’s wird Salz gegen einen kleinen Obolus verkauft. An diesem Abend wird auch die Zukunft gedeutet.
Spätestens eine Woche vor dem Fest soll die Festkleidung gekauft oder in Ordnung gebracht sein. Den Kindern steht neue Kleidung zu. Oft treten in den letzten Tagen vor dem Fest auf den Straßen Gaukler, Seiltänzer, Ringer, Akrobaten und Bärenführer auf.
Der Frühlingsputz Khane Tekani, in den 12 Tagen vor Nowruz, ist der wichtigste Teil der Vorbereitung und steht für das neu erwachende Leben im Frühjahr. Alte oder kaputte Gegenstände werden entsorgt und schöne Blumentöpfe und Schüsseln mit Winterfrüchte aufgestellt. Unter Nomaden ist es nach wie vor üblich, die Festtags- und Hochzeitswaschungen nach bestimmten Ritualen in einem Bach zu vollziehen.
Am dreizehnten Tag, dem Sizdah Bedar, verlassen die Menschen ihre Häuser und verbringen den Tag in der Natur, um das Unglück der Zahl 13 zu bannen und das neue Jahr im Grünen zu begrüßen.
Eid al-Fitr das Zuckerfest
Das religiöse Fest Eid Al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens (auch bekannt als Kleines Zuckerfest, Ramadan Fest, Fastenbrechen, Bayram-Fest oder Ramazan Bayrami) ist einer der beiden großen Feiertage, welches von Muslimen auf der ganzen Welt gefeiert wird. Eid Al-Fitr markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan, während das Opferfest Eid Al-Adha ungefähr 70 Tage nach Eid Al-Fitr am Ende der jährlichen Pilgersaison zum Gedenken an den Propheten Ibrahim gefeiert wird. Üblicherweise wird zu dieser Feier ein Tier geopfert und das Fleisch an Bedürftige verteilt.
Beide Feste dauern je nach Land und Region bis zu drei Tage. Eid Al-Fitr ist für Muslime so wichtig wie das Weihnachtsfest für Christen.
Mit Eid Al-Fitr feiern Muslime, dass sie den Fastenmonat und die damit verbundenen Entbehrungen gemeistert haben. Der Ramadan und das Fasten sind beendet. Die Gläubigen bitten Allah um die Anerkennung ihrer Gebete und Mühen während des Ramadan und um die Vergebung etwaiger Fehler.
Zu Ende des Ramadan beten die Gläubigen in der Moschee um den Segen Gottes (Allah), spenden für die Armen (Zakat – Almosen für die Bedürftigen) und beten das Eid-Gebet (Festgebet). Die Entrichtung des Zakat ist für jede/n Muslim Pflicht, sofern es ihr oder ihm möglich ist.
Anschließend ist es üblich, sich mit der Familie und Verwandten zum gemeinsamen Festessen und Feiern zu treffen. Geschenke, wie beim christlichen Weihnachtsfest, sind üblich und Süßigkeiten beliebt – daher der Name „Zuckerfest“. Mancherorts wird das Fest auch mit Lichterumzügen und Volksfesten gefeiert.
Der islamische Kalender ist ein Mondkalender, welcher auf der Grundlage der Mondphasen berechnet wird. Ein neuer Monat beginnt, wenn die zunehmende Mondsichel (hilal) am Himmel sichtbar ist. Das variiert bei den weltweiten Zeitzone und so kann ein muslimischer Feiertag, je nach Land und Zeitzone, an zwei verschiedenen Tagen stattfinden.Das 12-monatige Mondjahr ist etwa 11 Tage kürzer als beim gregorianischen Sonnenkalender (365-Tage).
Frauentag unter der Lupe: Die seltene Rolle der Pilotin im Kampfjet – jenseits der Schlagzeilen
Der Internationale Frauentag lädt jedes Jahr dazu ein, den Blick auf Frauen zu richten, die Grenzen verschieben – oft leise, manchmal unter enormen persönlichen Herausforderungen. In Zeiten, in denen Konflikte und Kriege die Nachrichten dominieren, wirkt das Thema Militär zunächst schwer. Doch gerade jetzt zeigt sich, dass Frauen in Bereichen arbeiten, die lange als reine Männerdomänen galten – etwa als Pilotinnen von Kampfjets. Hinter dieser Funktion steht jedoch nicht das Bild der Kriegerin, sondern das einer hochqualifizierten Expertin, die Technik beherrscht, Entscheidungen unter Druck trifft und Verantwortung trägt. Die folgenden Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; all jene Frauen, die diesen Beruf ausüben und hier nicht genannt sind, mögen mir dies bitte nachsehen.
- Sabiha Gökçen (Türkei): Sie gilt als weltweit erste weibliche Kampfjetpilotin. In den 1930er‑Jahren wurde sie an der Türkischen Luftwaffenakademie ausgebildet und nahm an mehreren Militäroperationen teil. Sie wurde zu einer Symbolfigur der modernen Türkei und zu einem internationalen Vorbild für Frauen in der militärischen Luftfahrt. Der zweitgrößte Flughaften der Türkei, in Istambul, ist nach ihr benannt.
- Ulrike Fitzer (Deutschland): Die ausgebildete Tornado-Pilotin war die erste Frau der Bundeswehr, die einen Kampfjet flog. Später ließ sie sich zur Fluglehrerin ausbilden, um angehende Eurofighter‑Pilot*innen zu schulen. Parallel zu ihrer Dienstzeit absolvierte sie im Fernstudium einen Bachelor in Mechatronik und studierte anschließend Computational Science and Engineering. Ihre Masterarbeit befasste sich mit Energiewandlern, die mechanische Vibrationen industrieller Anlagen in Strom umwandeln. Promoviert hat sie über die Wechselwirkung zwischen Neuronen und Elektroden. 2022 erhielt sie von acatech den Schnieder‑Preis JUNGE MACHERIN. Sie gilt als inspirierendes Role Model für Mädchen und junge Frauen.
- Nicola Winter (Deutschland): Schon als Kind vom Fliegen begeistert, scheiterte sie zunächst an ihrer Körpergröße von 1,60 m für eine zivile Pilotenausbildung. Als sie von der Kampffliegerausbildung der Bundeswehr erfährt, ist für sie klar: Das ist ihr Weg. Sie wird eine der ersten Eurofighter‑Pilotinnen Deutschlands und fliegt über zehn Jahre aktiv. Das Handelsblatt und die Boston Consulting Group zeichnen sie als „Vordenkerin des Jahres“ aus. 2022 wird sie in die Astronauten‑Reserve der European Space Agency aufgenommen. In ihrem Buch The sky is no limit beschreibt sie, was wir aus der Fliegerei für Beruf und Alltag lernen können.
Während in Deutschland bereits Frauen Eurofighter fliegen, gibt es in Österreich noch keine Kampfjetpilotinnen. Das hat mehrere Gründe: Frauen sind erst seit 1998 beim Bundesheer zugelassen, die militärische Fliegerei in Österreich ist ein traditionell kleiner, spezialisierter Bereich. Die Zahl der Jetpiloten ist insgesamt gering, der Frauenanteil im Bundesheer weiterhin unter 5 %, und die Ausbildung extrem selektiv und viele Jahre dauernd.
In den frühen 2000er‑Jahren begannen die ersten Frauen ihre Ausbildung zur österreichischen Militärpilotin. 2005 schlossen die ersten beiden Frauen in der Geschichte des österreichischen Bundesheeres ihre Ausbildung zur Hubschrauberpilotin ab. Seitdem gibt es vereinzelt weitere Pilotinnen, aber der Beruf bleibt eine absolute Ausnahme. Manche Namen österreichischer Hubschrauberpilotinnen sind öffentlich bekannt – andere werden bewusst nicht genannt. Das hängt davon ab, ob sie beim Bundesheer, der Polizei oder im zivilen Bereich fliegen und wie sensibel ihre Einsatzbereiche sind.
- Ulrike Hutsteiner (Österreich) ist eine Elite-Pilotin der Flugpolizei. 2023 übernahm sie die interimistische Leitung der Flugpolizei und ist somit die oberste Pilotin der Polizei. Ein Meilenstein, denn Führungspositionen in diesem Bereich waren lange Zeit ausschließlich männlich besetzt. Sie ist eine der sichtbarsten Pionierinnen im staatlichen Flugbetrieb und ein wichtiges Vorbild für junge Frauen. Die Flugpolizei ist neben dem Einsatzkommando Cobra oder dem Entschärfungsdienst ein Teilbereich der Direktion Spezialeinheiten. Sie unterstützt alle polizeilichen Einheiten bei Einsätzen – von Anti-Terror-Einsätzen über alpine Bergungsmissionen, Fahndungen oder Suchen nach Abgängigen bis hin zu Löschmissionen.
Weitere Pionierinnen in Europa:
- Kateřina Hlavsová (Tschechien): Ihr Arbeitsplatz ist der Luftwaffenstützpunkt Čáslav, rund 70 Kilometer östlich von Prag. Sie war die erste Frau im heutigen Tschechien die Militär-Jets fliegt. Sie betont, dass es in ihrem Beruf als Frau viel Überzeugungskraft brauche, um sich durchzusetzen. Als einzige Frau in ihrem Studienfach begegnete Hlavsová immer wieder der unausgesprochenen Skepsis gegenüber Frauen in der Jet-Luftfahrt.
- Báčová-Kellerová (ehem.Tschechoslowakei): Bereits vor 70 Jahren gab es in der damaligen Tschechoslowakei eine Kampfjetpilotin: Eleonora Báčová-Kellerová. Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte sie eine Kampfpilotenausbildung und wurde ab 1954 als erste Frau des Landes auf der sowjetischen MiG‑15 eingesetzt. 1958 verließ sie die Armee und gab das Fliegen auf. Erst Anfang der 2000er-Jahre wurden wieder Frauen zur Kampfpilotenausbildung zugelassen.
Pionierinnen im Morgenland:
- Mariam al-Mansouri (Vereinigte Arabische Emirate): 2007 wurde sie als erste Frau in die Luftwaffenakademie der VAE aufgenommen und qualifizierte sich als erste weibliche Kampfjetpilotin des Landes. Sie fliegt eine F‑16 Fighting Falcon. 2014 führte sie als Geschwader-Kommandeurin sensible Luftangriffe an. Ihre Rolle fand weltweit Beachtung und gilt als Symbol für die Modernisierung und den Wandel der Frauenrolle in den Golfstaaten. Sie ist Trägerin der „Pride of the Emirates Medal“.
„Die Leute sind immer noch erstaunt. Aber das ist nicht nur hier in Tschechien so, sondern auch in den Staaten westlich von uns. Zwar gibt es dort mehr Kampfpilotinnen, das hat sich dort bereits etwas stärker eingebürgert. Dennoch schauen die Männer nicht nur hier, sondern auch bei internationalen Übungen und sagen: Huch, sie haben eine Pilotin! Es ist halt immer noch nicht Standard, wir sind nur wenige Frauen.“
Kateřina Hlavsová
Bundesministerium für Inneres
Bundesministerium für Landesverteidigung
SWR1 Leute /ARD
https://deutsch.radio.cz/zdenka-kuchynkova-8682359
VERENA FALKNER, „Highheels auf goldenem Sand“
RAMADAN – die brennende Hitze, die Trockenheit, der sonnenverbrannte Sand
Der Ramadan, der neunte Monat im islamischen Kalender, der Fastenmonat der Muslime, beginnt in diesem Jahr 2025 am Abend des 28. Februar und endet voraussichtlich am 29. März. Das genaue Datum variiert aufgrund der geographischen Lage der verschiedenen Länder. Der Mondmonat beginnt mit dem Neumond wenn die Sichel des neuen Mondes (arabisch hilal) am Himmel zu sehen ist. Dieses Datum wird auch als “Geburt des neuen Mondes” bezeichnet.
Der Ramadan erinnert an die Offenbarung im Jahre 610 durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed. Die Nacht, in der die ersten Koranverse herabgesandt wurden, bezeichnet man als „Nacht der Bestimmung“ ( lailat-ul qadr). Das Fest wird traditionell meist in der 27. Nacht des Ramadan zelebriert.
Das Fasten (Siyâm) ist das wichtigste Gebot im Ramadan und gehört zu den „fünf Säulen des Islam“ (Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosensteuer, Ramadan, Pilgerfahrt). In der Sure 2,187 steht: “…Und esst und trinkt bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht….”. So wird im Ramadan zwischen der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken, auch auf Rauchen und Geschlechtsverkehr wird verzichtet.
Der Koran und der Islam geben auch Möglichkeiten zur Ausnahme – Kranke, Altersschwache, Schwangere, stillende Mütter und Frauen in der Menstruation sind davon ausgenommen. Es gibt die Möglichkeit den versäumten Fasttag nachzuholen – für jeden versäumten Fasttag soll man einen Bedürftigen speisen oder einen kleinen finanziellen Betrag für Arme spenden (fidya). Kinder beginnen erst mit dem Eintritt in die Pubertät zu fasten. Viele Kinder üben das Fasten schon vorher mit dem Verzicht auf Süßigkeiten oder einem halben Fasttag.
Die Fastenpflicht lehrt, Gottes Gaben wie Nahrung und Wasser zu schätzen, indem man am eigenen Leib erfährt, wie sich Hunger und Durst anfühlen. Das Fasten dient als Reinigung für Körper, Geist und Seele und einem sich bewusst machen, dass der Wohlstand in dem wir leben keine Selbstverständlichkeit ist. Solange der Fastende nicht von jeder üblen Tat, von jedem schlechten Wort und Gedanken ablässt, hat er sein Ziel nicht vollends erreicht. Barmherzigkeit wird groß geschrieben – jeder soll Bedürftigen helfen, wie es ihm möglich ist, beispielsweise mit Speisen. Die Gläubigen intensivieren das Beten und Lesen des Korans.
Jeden Tag nach Sonnenuntergang findet das Fastenbrechen statt, das mit einem Gebet eingeleitet wird. Vor dem anschließenden Abendessen (arabisch: iftar) wird traditionell eine Dattel gegessen mit einem Schluck Wasser dazu. Einladungen an Verwandte und Freunde zu einem gemeinsamen Iftar gehören dazu. Auch in den Moscheen wird gefeiert, wo Essen an Bedürftige ausgegeben wird.
Mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr), wird der Ramadan beendet. Es dauert drei Tage und zählt zu den wichtigsten Feiertagen. Der erste Festtage wird mit einem gemeinsamen Gebet in der Moschee begonnen. Man bittet Allah darum, die Gebete und Mühen während des Ramadans anzuerkennen und Fehler zu verzeihen und beglückwünscht sich gegenseitig. In diesen Tagen werden Verwandte besucht, wobei traditionell die Jüngeren zu den Älteren kommen; Kinder werden beschenkt und es wird mit köstlichen Speisen und Spezialitäten ausgiebig im Familienkreis gefeiert.
“Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.” (Prophet Muhammad)
Zitat aus: Islamisches Zentrum Wien, “Fasten im Ramadan”
Was haben Asche und die Zahl 40 mit dem Fasten zu tun?
„Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ (vgl. Gen 3,19)
Am heutigen sogenannten Aschermittwoch, beginnt die 40-tägige vorösterliche christliche Fastenzeit. Es gibt heutzutage keine strengen Regeln mehr. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er diese Fastenzeit gestalten will. Ob ohne Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten, Fernsehen oder Social media – die Zeit soll genützt werden um den Lebensstil zu überdenken und neue Perspektiven zu finden. Die Nächstenliebe soll in den Vordergrund gestellt werden.
Die Bereitschaft zum Fasten zeigt sich in der Auflegung des Aschekreuzes – als Bild der Vergänglichkeit und Zeichen von Trauer und Buße, und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Damals gehörte auch das Anziehen eines Büßergewands zum Ascheritual. Aus dieser Zeit stammen die Redewendungen „In Sack und Asche gehen“ und „Asche auf mein Haupt“.
Viele Religionsgründer durchlebten eine Phase des Verzichts und die Zahl 40 hat eine hohe symbolische Bedeutung: Jesus zog sich 40 Tage in die Wüste zurück um sich in Gebet und Fasten auf seine Berufung vorzubereiten; Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde; Moses stieg auf den Berg Sinai und fastete 40 Tage bevor er Gottes Wort empfing; der Prophet Elija fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er seiner Berufung folgte; das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste und durchlief eine Zeit der Läuterung; die Stadt Ninive hatte 40 Tage Zeit, um ihre Sünden zu bereuen.
Ursprünglich wurde im Christentum an zwei festen Tagen gefastet: Mittwoch, weil Jesus von Judas an diesem Tag verraten wurde und Freitags, da der Tag an die Kreuzigung von Jesus erinnert (Ausnahmen: die Woche nach Ostern und Pfingsten und die zwei Wochen nach Weihnachten). Diese Tradition ging weitgehend verloren, aber der Brauch Freitags kein Fleisch zu essen, wird noch in vielen Familien praktiziert.
(Es gab urspünglich zwei Fastenzeiten – vom St. Martinstag, 11. November, bis Weihnachten und von Aschermittwoch bis Ostern.)
Die Vereinigten Arabischen Emirate warten mit einer revolutionären technischen Weltneuheit auf
„Fastet nicht, bis ihr die Mondsichel des Ramadan seht und gebt das Fasten nicht auf, bis ihr die Mondsichel des Shawwal seht. Aber wenn der Himmel bedeckt ist, wenn ihr sie nicht sehen könnt, dann handelt nach Schätzung.“ (Prophet Mohammed)
Der „UAE Council for Fatwa“ macht den beginnenden Neumond, der den Beginn des Heiligen Monats Ramadan (Hilāl) markiert, mit Hilfe von KI-gesteuerten Drohnen sichtbar – eine Weltneuheit! Es zeigt, wie moderne Technologie mit traditionellen religiösen Praktiken kombiniert werden kann, um präzisere Ergebnisse zu erzielen.
Unter Muslimen wird immer wieder diskutiert über die beste Bestimmungsweise des Ramadan-Mondes. Einige setzen auf die traditionelle Mondsichtung (Ruʾya), andere bevorzugen wissenschaftliche Berechnungen um diese zu präzisieren.
Der Beginn des Ramadan-Mondes kann auf drei legitime Arten festgestellt werden: die Sichtung Ruʾya der Mondsichel; Falls die Sichtung ausbleibt – die Vervollständigung auf den Folgemonat Schaʿbān auf 30 Tage oder, bei Bewölkung, die Schätzung der Mondsichel hilāl. Der Einsatz von KI-gesteuerten Drohnen soll das Konzept der optischen Direktbeobachtung, die nach wie vor die wichtigste Methode zur Bestätigung der Sichtung der Mondsichel ist, erweitern.
Die eingesetzten Drohnen sind mit hochauflösenden Kameras und KI-Algorithmen ausgestattet. Sie scannen den Himmel live und vergleichen die Bilder in Echtzeit mit bekannten Sterndaten, um die Sichel sicher zu identifizieren. KI-Drohnen können die Mondsichel auch an bewölkten Abenden oder unter Bedingungen erkennen, bei denen eine Sichtung mit bloßem Auge schwierig ist. Sie reduzieren menschliche Fehler und erhöhen die Zuverlässigkeit der Bestimmung. Die Drohnen arbeiten ergänzend zur traditionellen Sichtung durch Experten (Al Shawwafs).
Die Integration von künstlicher Intelligenz in diese uralte Tradition zeigt jedoch den Trend zu “Smart Moon Sighting” im Nahen Osten. Die Initiative wird in Abstimmung mit den nationalen Institutionen, spezialisierten Forschungszentren und den hochmodernen astronomischen Observatorien der VAE durchgeführt. Die revolutionäre Idee zeige die Führungsrolle der VAE bei der Einführung innovativer technologischer Lösungen, so der Rat.
Hadithwissenschaften.de, Arabianbusiness.com
Valentine and the Love …
Who was Saint Valentine, whose date of death is February 14, 269?
St. Valentine was the bishop of the city of Terni, north of Rome, where Christians and non-Christians highly respected him. He is considered as patron of lovers and bridal couples.
The Roman emperor at that time required him to convert to the Roman faith. He refused and was consequently taken into custody by an imperial advisor. Valentin healed this man’s blind daughter. In gratitude, the man’s family was baptized. Valentin was beheaded and the man’s family also died.
Another legend tells that Bishop Valentin helped a couple in love to escape and get married against the will of their parents. So he is also considered to be the founder of happy marriages with “obstacles”.
Since the year 350 Valentine’s Day is celebrated on February 14th. Since the historical sources about his person are too varied and too unclear, the day was removed from the church calendar of saints at the Second Vatican Council in 1965.
However, the folk traditions on this day have been preserved.
In the Middle Ages it was believed that birds begin pairing on 14 February. This is also a possible explanation for the association of the name Valentin with lovers.
Another theory is based on the Norman word galantine (a galan is a distinguished lover). With a V, “Galantin’s Day” became Valentine’s Day.
Another origin is assumed to be the Roman festival of “Lupercalia”. The names of young girls were written on pieces of paper and raffled among the boys. This way they could easily be accompanied for the next year, or at least for the feast day.
In France, Belgium and England, since the end of the 14th century, young couples have been chosen by lot as Valentine and Valentine for each other. Through an exchange of gifts, they were connected with each other until the next Valentine’s Day, similar to an engagement.
In England at the same time there was the belief that the first person of the opposite sex, which you see in the morning of February 14th, is the only and true love.
In the 17th century, the custom developed in the Anglo-Saxon world of sending home-made Valentine’s cards to one’s loved one. In the 18th century the first commercial greeting cards were produced.
“Through the flower”, wishes, requests and hopes could be articulated and, over time, a secret language developed. Not only the colours and varieties, but also every single detail of a bouquet was given its own meaning. These codes are still valid today. They were regionally different and complicated like a foreign language, so that soon separate dictionaries were written about the language of flowers. In the meantime, it has become part of the language and general knowledge that red roses say “I love you”.
Lady Mary Wortley Montagu wrote in the 18th century, in her “Letters from Istanbul”, about the meanings of individual flowers prevailing in the Orient. Charlotte de Latour wrote in 1829 in her book “Die Blumenpracht oder Symbolik des Pflanzenreiches”, about the hidden eroticism and language of flowers. A language that is still relevant regardless of WhatsApp and SMS.
The lost holiday!
Candlemas and the “Schlenkerltag”
02.02.2020
In the past, the Christmas season ended on 2 February. On this day the Catholics removed and cleared the nativity scenes and the Christmas trees. From the modern daily life the celebration has almost disappeared.
Until 1969 this day was called “Mary’s Devine Purification” in the Catholic Church. According to the rules and customs of the time, a woman was considered unclean 40 days after giving birth to a child and had to bring a purification offering at the temple 40 days after the childbirth. The sacrifice was usually a pair of lovebirds. Since Jesus was the first-born son considered the property of God. So he too was “represented” and ” released” by his parents in the temple before God. This is why Mary’s Candlemas is also called the “Feast of the Presentation of the Lord”.
Mary and Joseph, the parents of Jesus, met there the aged Simeon and the 84-year-old prophetess Hannah, who recognized and praised the child as Messiah (The Anointed One). Hannah confirmed the prophetic speech of Simeon, who trusted that he would not die until he had seen the Messiah. Even today, the following is read out in the service on that day: The old man sang the praises of the child and praised him as the Messiah: “For mine eyes have seen thy Saviour whom thou hast prepared before all nations, a light that illuminates the Gentiles, and glory to thy people Israel”.
Hannah had a difficult life behind her. Seven years after her marriage she became a widow. For a childless and widowed woman it was difficult to find a place in society at that time. So from that time on she was dependent on the support of the community. Hannah decided to live a life of fasting and praying in the temple.
Since the liturgical reform of 1970, the Christmas season in the Catholic Church ends on the Sunday after Epiphany, which is celebrated on January 6th. Since 1997, February 2 is also considered in the Catholic Church as the “Day of Consecrated Life”, a day of thanksgiving and petition for those who place themselves entirely at the disposal of God.
Until 1912, for example, 2 February was a public holiday in Bavaria.
February 2, was also of great importance in the peasant year and was considered the date for payment and interest. On this day the maids and farmhands could sign up with their employer anew or change their employer or farm. The employer was informed that he wanted to change to Martini (11 November) at Candlemas. The salary, in the form of money or in kind, was paid on 2 February. Usually it was the only day of the year when the wage was paid out. Often the maids received a new smock and the servants a pair of new shoes. The service book was also returned to the employee. It often read: “Till Candlemas has served faithfully.”
The servants often had to part with their small livestock (such as chickens, pigeons or rabbits) when they changed, because not every farmer allowed his servants to keep them. Consequently, many animals were sold at animal markets on this date. In the Upper Austrian town of Wels the Glanglmarkt (glangln is a dialect word, meaning to move around) still takes place today. It is Austria’s largest small animal market with more than 10,000 animals and is visited every year by numerous visitors and buyers.
The new service and the new peasant work year started on the day of St. Agatha, February 5th. The days in between were called “Schlenkerltag” or “Schlenkerlweil”. Celebrations were held and family visits were made until the new service began.
On the occasion of the Candlemas, the consecration of candles and wax is also celebrated in the Catholic Church. The candles for the consecration often used to have certain colours: besides the everyday candles, the soul candles for lighting for the deceased were coloured, the weather candles as protection against approaching storms and thunderstorms were black and the rosary candles used for praying the rosary were yellow. Symbolically, the feast and the associated procession of lights was also a sign that the days were getting longer. The vernacular draws a bow from St. Martin’s Day on November 11 to Candlemas: “Martin light the light; Mary blows it out again.”
The festival was probably taken over, as well as the procession of lights – from the Orient.
Heute eingeladen in der Sendung „Zwei auf Eins“ des rbb zum Thema „VATER”
Hat richtig Spaß gemacht – DANKE!!!
Hier ist die Sendung zum Nachhören. Das Interview mit mir beginnt ab ca. Minute 16.
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/sendungen/26/2512/251214_zwei_auf_eins_30200.html
